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Musikexpress Sounds 3 März 1999 |
FALCO Ein Mythos macht Millionen |
Seine Karriere war zu Ende. Doch dann machte ausgerechnet der Tod einen Superstar aus ihm.
Claus J. Bellinghaus über himmlische Umsätze und teuflische Machenschaften mit dem Mythos Falco
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Allein auf den Verwertungsrechten des musikalischen
Nachlasses im Jahr 1998 kann die Erbin satte sechs Mil-
lionen Mark erwarten. Verwaltet wird der Nachlaß zur
Zeit noch von Falcos Anwalt Georg Riedl und seinem Ex-
Steuerberater Willibald Zmatlo. Beide arbeiten an einem
Konzept der ,,professionellen Kommerzialisierung der
Trademark Falco“, das dafür sorgen soll ,,dass künftig
nichts mehr verramscht wird“.
Eine berechtige Sorge, schließlich brachte das ver-
gangene Jahr nicht nur Dutzende von angeblich ,, engen
Freunden Falco“ ans Licht der Medienöffentlichkeit. Vor allein die übertourig
Angelaufene Vermarktungsmaschine des Musik-Erbes bereitet dem Awalt Sorge.
Denn kaum war Hans Hölzel am 15. Februar von mehr als 6000 Menschen auf
Seinem letzten Weg zum Wiener Zentralfriedhof begleitet worden, liefen in
Deutschland schon die Plattenpressen heiß. Nur sieben Tage später kamen
Album und Single ,,Out of the Dark“ in den Läden und bewiesen binnen kür-
zester Zeit, wie recht Falco doch hatte:,, Weißt Du“, erzählte er einmal seinem
Vertrauten und Berater Hans Mahr, ,,mich werden sie in Wien erst richtig gern
haben, wenn ich tot bin“. Eine Erkenntnis, die ein anderer bekannter Wiener
lange vor ihm hatte. Schon Helmut Quartinger wusste:,, In Wien musst erst ster-
ben, dass dich hochleben lassen. Aber dann lebst lang.“ Was Falco nicht ahnen
konnte: Auch in Deutschland liebten die Plattenkäufer, die sich bei all seinen
Alben seit,, Wienerblut“ (1998) geziert hatten, die Geldbörse zu zücken, den
deutsch-englischen Sprechgesang des einzigen österreichischen Pop-Stars, der es
auch in den USA und in England bis zur Chartspitze (mit ,,Amadeus“) gebracht
hatte, plötzlich wieder heiß und innig. Ein altbekanntes Symptom: Postmorta-
le Portemonnaie-Power – Death Seels. Nicht immer, wie die eher schlappen INXS-
Verkaufszahlen nach dem Selbstmord von Michael Hutchence beweisen. Eine
Ausnahme, welche die Regel nur bestätigt: Queen nach dem Ableben von Fred-
die Mercury, Elvis, oder Nirvana in der Zeit nach Cobains Todesschuß – alles
Künstler, deren Platten sich posthum besser verkauften das in deren jeweils letz-
Ten Lebensjahren. So brummte denn auch pünktlich und zuverlässig das Falco-
Geschäft: Die Single ,,Out of The Dark“ verkaufte über eine Million Einheiten,
das gleichnamige Album und die nächste Single ,,Egoist“ jeweils 500.000, die
Best-Of ,,The Hit-Singels“ ging Top Ten, Bücher und Videos überschwemmten
>>Das letzte Album hätte Falco nie veröffentlicht. Zu Lebzeiten hätten ihn die
Kritiker in der Luft zerrissen. Und das war immer seine größte Angst<< Markus Spiegel

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den Markt Wo ,,Falco“ drauf stand, war Geld drin. Und das soll nach dem Willen der Vermarkter Auch noch ein hübsches Weilchen so weitergehen ,,Push“ Push!, ein bislang unveröffentlichtes, mu- sikalisch selbst für Falco-Kenner außergewöhnlich hartes Stück, ist als neue Single bereits auf dem Weg an die Spitze – unterstützt von dem am- tierenden Boxweltmeister im Mittelschwergewicht, Sven Ottke, der zu diesem Song am 27. Februar zu seinem Titelverteidigungskampf einlaufen wird. RTL ist Live dabei. Falco, so heißt es in dem Info der Plattenfirma, soll im Studio zu seiner Gesangsarbeit bei ,,Push! Push!“ gesagt haben, es sei ,,die Performance meines Leben“ gewesen. Gar nicht mal so unwahrscheinlich, dass er das wirklich gesagt hat, denn Falco hat in seinem 40 Jahren mehr geredet als andere Menschen in sie- ben Leben Und: Wehren kann er sich ohnehin nicht mehr. Auch nicht gegen die fortgesetzte Ausweidung seines auf Tonbändern hinterlassen Musik-Erbes. Immerhin – zwei Hände voll fetter Hits sind auf der am 22. Fe- bruar erscheinenden Kompilation ,,The Final Curtain“ (siehe Kasten) zu hören. |
Maria Hölzel flehte unlängst:,, All jene, die meinen Sohn nicht so wohlgesonnen waren, bitte ich, ihn in Frieden ruhen zu lassen.“ Eine Bitte, die im heißen Wind der Umsatzverlockun- gen ungehört verhallen wird. Ebenso wie die Wehklage des damaligen Falco-Entdeckers Mar- kus Spiegel. Der hatte 1980 Falco als Pausenfül- ler bei einem Konzert von dessen Band Drahdi- waberl gesehen. Falco sang seinen Solo-Song ,,Ganz Wien“, und Spiegel war so überzeugt von der für damalige Verhältnisse überwältigenden Optik uns Attiüde, dass er Hans Höl- zel kurz darauf einen Vertrag über drei LPs auf den Tisch legte. In einem Interview mit dem österreichischen Magazin ,,News“ tobte Spiegel nun:,, Seit dem Tod haben wir 100.000 Stück vom Back-Ka talog verkauft. In der Branche gilt leider das zynische Sprichwort “Nur ein toter Künstler ist ein guter Künstler“. Das letzte Album hätte Falco nie veröffentlicht. Zu Lebzeiten hätten ihn die Kritiker in der Luft zerissen – und das war immer seine größte Angst. Das Besterben, unautorisierte Falco-Titel zu veröffentlichen, sehe ich als Leichenfledderei. Ich besitze Rechte an Live-Songs und plane ein Album in Falcos Sinne.“ |
DER FLUG DES FALKEN Falcos Biographie in Jahreszahlen
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1957 Am 19. Februar wird Johann Hölzel um 13:15 Uhr in der Frauenklinik Wien-Gerstthof als einziger Überle- bender einer Drillings-Schwanger- schaft geboren 1961 Zu seinen vierten Geburtstag bekommt er ein Klavier geschenkt. Ein Jahr später kauft seine Großmutter |
einen Plattenspieler. Hans lässt sich Platten von Elvis, Cliff Richard und den Beatles schenken. 1963 Er kommt in Wien auf eine katholische Privatschule und wechselt 1967 an das Rainer-Gymnasium. 1973 Hans Hölzel bricht die Schule ab und beginnt eine Lehre bei der |
Pensionsversicherungsanstalt für Angestellte. 1974 Er kündigt die Stelle und grün- deg seine erste Band, Umspannwerk. Ende des Jahres beginnt sein Grund- wehrdienst bei der Fernmeldeauf- klärung. 1976 Hans schreibt sich am Wiener |
Musikkonservatorium ein, zieht dann Aber für ein halbes Jahr nach Berlin, wo er als Jazz-Bassist arbeitet. Nach einem kurzen Gastspiel bei der Wiener Hallucination Company steigt Er als Bassist bei der Anarcho-Rock- Truppe Drahdiwaberl ein. Im Herbst Lässt er sich bei einen Drahdiwaberl- Konzert in München das erste Mals als ,,Falco“ ansagen. |
1987 Nebenbei spielt er bei der Tanzband Spinning Wheel, mit der er schon damals gut 5.000 Mark Gage pro Monat verdient. 1979 Falco produziert auf eigene Kosten seine erste Single,, Chance To Chance“, die dann jedoch nie veröf- fentlicht wird. 1980 Falco Solo-Pausenfüller ,,Ganz Wien” wird zum Szenen Hit. |
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Doch genau hier liegt das Problem: Was in Falco Sinn War, wusste er zuletzt offenbar selbst nicht so recht. Etliche Der neuen Songs des ,,Out of The Dark“ – Albums waren Lange vor Falcos tödlichem Verkehrsunfall (am 6. Februar 1998 in der Dominikanischen Republik) fertig eingespielt, das Album hätte im Grunde längst veröffentlicht werden können. Ein EMI-Sprecher bestätigt:,, Das Tape lag fast zwei Jahre lang in unserem Safe, aber es hie0 immer nur: ,,Der Künstler hat es noch nicht freigegeben, will einige Songs noch überarbeiten“. Es ist schon tragisch, dass er das Er- scheinen der Platte nicht mehr erlebt hat.“ Das findet auch Helmut Fest, der ehemalige EMI-Boss:,, Es ist schade, dass Viele Menschen Hans wahre Werte erst nach seinem Tode Zu erkennen scheinen. Dieser Fragile Mensch hätte einen Großteil der ihm nun entgegengebrachten Zuneigung zu Seinen Lebzeiten gebraucht und verdient.“ EINER DER IHM DIESEN RESPEKT JAHRELANG GEZOLLT Hat, ist der Berliner Musik-Mogul Georg Glueck, der Falco Seit seinem 1995er Comeback-Versuch managte (die Single ,,Mutter der Mann mit dem Koks ist da“ veröffentlichte Falco unter dem Pseudonym T>>MA). Glueck erinnert sich: ,,Hans war sensible, höflich, einfühlsam. Falco war kreativ, impulsiv und brannte wie eine Kerze an beiden Enden zu- gleich. Hansi suchte Geborgenheit und Freundschaft auch bei der Arbeit. Falco suchte immer wieder den Weg zum Rampenlicht. Beiden gemeinsam war ein guter Sinn für Humor und die Gabe und Bereitschaft zur Inszenierung.“ Georg Glueck war es auch der für Falco ein Team aus krea- tiven und auf der Höhe der Zeit arbeitenden Videoleuten.“ Managern und Produzenten zusammengesuchte. Mit dabei: Dolezal/Rossacher, der Tick Tack Toe-Produzent Thorsten Bör- ger, Reinhold Heil und Udo Arndt. Glueck:,, Gemeinsam haben wir den Falco für das neue Jahrtausend erarbeitet. schade, dass die intensive Zusammenarbeit mit diesem Mann der extremen Gegensätze so abrupt beendet wurde. Wir haben insgesamt eine Millionen Alben verkauft. Mir wäre es trotzdem lieber, wir hätten nur ein Viertel davon verkauft und der Hansi wäre noch am Leben.“ ,,Georag Glueck hat für das Album entsprechendes Ma- terial akquiriert“, bestätigt Falco in seiner letzten In- terviews dem Reporter des Senders ,,Ö3“. ,,Wir produzieren auf der Ebenen. Mit Torsten Börger aus Dortmund, mit Rein- hold Heil in Berlin – und mit Jeo in Hamburg eine Cover- version von Rio Reisers ,,Geld“. Ich hätte noch gern einen Kraftwerk-Titel. Leider habe ich gehört, dass bei denen die Verlagsverhandlungen sehr pingelig laufen.“ Falco war also bis kurz vor seinem Tod davon ausgegangen, dass das Album bald fertig sein würde. Mut und Zuversicht schöpfte er auch daraus, in Glueck einen Manager gefunden zu haben, der mit der Wankelmütigkeit des Sängers zurecht kam:,, Sein Charme lag in gewissem Sinne auch in seiner Unberechenbarkeit“, meint Glueck. ,,Man konnte nie vorhersehen, was Falco präsentieren würde. Deshalb wusste nie jemand, ob Falco am anderen Tag einen Hit haben würde oder nicht. Aber es wagte aus diesem Grund auch niemand, ihn ganz abzuschreiben.“ Falcos Unberechenbarkeit und sein düsterer Hang zum Drogenexzess bis an die Grenze der Selbstzerstörung waren eine Folge der selbstgewählten Persön- lichkeitsspaltung zwischen dem Privat-Hans und dem Glamour-Falco, an der er mehr und mehr zugrunde ging. Sein früherer Manager Horst Bork zeichnet die Verfallsgeschichte nach: Mit jedem Mehr von Falco wurde Hans Hölzel weni- ger. Seine Freunde Jack Daniels und Johann Walker besuchten ihn immer häu- figer und brachten meist Gäste mit dem Vornamen „Pycho“ und ,,K.o.“ mit.“ In diesem Zusammenhang bekommen die aufgebrachten Worte von Markus Spie- |
gel erst richtig Sinn: Für jede Plattenfirma der Welt ist es so ein Künstler tätsäch- lich nur ein guter Künstler, wenn er tot ist. Erst dann lässt er sich ohne jede Ge- fahr des Dazwischenfunkens nach allen Regeln der Kunst überdauern, denn die Pläne sind längst geschmiedet. Falcos Grab auf den Wiener Zentralfriedhof soll zu einer minumentalen Pil- gerstätte ausgebaut werden. Maria Hölzel fand auf dem Grabstein beim tägli- chen Besuch den Entwurf eines Wiener Steinmetzes: Ein 3,2 Meter hoher Obelisk aus rotem Marmor, daneben eine Basaltsäule und dem in Glas gegossenen Falco- Foto von dem ,,Nachtflug“ – Cover. Kostenvoranschlag; 100.000 Mark. Falcos Villa in Gars (Schätzwert: rund drei Mio. DM) soll zu einem Falco-Museum umge- baut werden. Necro-Touristen können bereits seit dem 31. Juli 1998 mit der Lauda-Air Boeing 737 ,,Falco“ nach Wien fliegen .- an diesem Tag wurde Ma- schine von Herbert Paierl, Landesrat der Steiermark, mit den Worten getauft: ,,Musik liegt in der Luft – deshalb flieg, Falco, flieg!“ Niki Lauda, ein tatsachlich à |
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1981 Falco bekommt einen Vertrag über drei LPs als Solo-Künstler. 1982 Falcos Albumdebüt ,,Einzelhaft“ erscheint ,,Der Kommissar“ bringt ihm den Durchbruch in Europa. 1984 Das Album ,,Junge Römer“ kommt auf dem Markt. Interessante Songs, aber geringe Plattenverkäufe. Seite2 |
1985 Das Album ,,Falco3“ mit den Hitsingles: ,,Amadeus“, ,,Vienna Calling“ und Jeanny” erscheint. 1986 ,,Amadeus” erreicht im März auch in England und den USA Platz 1 der Charts. Im Herbst erscheint das Album ,,Emotional“. 1988 Album ,,Wiener Blut“ |
Nielsen die Duett-Single ,,Body Next To Body“ 1990 Album ,,Data de groove” 1992 Album ,,Nachtflug” 1993 Nach dem dritten erfolglosen Album in Folge zieht sich Falco in seine Villa in Gars am Kamp zurück. 1995 Falco veröffentlicht unter dem |
,,Mutter der Mann mit dem Koks ist da“ und schafft noch einmal den Weg in die Charts. 1996 Falco übersiedelt in die Dominikanische Republik 1997 Die Single ,,Naked“ wird veröffentlicht, floppt jedoch. Falco beendet die Aufnahmen für ein neues Album. Das Tape mit den |
der Plattenfirma – angeblich, weil Falco etliche Songs immer wieder überarbeiten will. 1998 Falco stirbt am 6 Februar um 16:40 Uhr bei einem Verkehrsunfall in der Dominikanische Republik. Das Album und die Single ,,Out of the Dark“ erscheinen am 22. Februar und Verkaufte jeweils über eine Million |


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enger Freund (Falco gab am 18. Dezember 1997 bei der Weihnachtsfeier der Lauda Air sein letztes Live-Konzert), fand angemessene Worte:,, Es ist die letz- te Ehre, die ich meinen alten Freund erweisen kann, für das, was er für Österreich und für mich getan hat.“ Falco-Sightseeing: Schon jetzt werden in Wien spezi- elle Falco Stadtrundfahrten zu den einschlägigen Lokationen (Grab, Studios, Ge- burtshaus mit Gedenktafel etc.) angeboten. Nach der Besichtigungstour lädt das in Kürze eröffnende ,,Falco-Cafe“ zur Entspannungsjause. Der Gastronom und Musiker Ronnie Seunig plant eine Bar im Stil des ,,Hardrock-Cafe“ – mit ein- schlägigen Devotionalien vom Hermelinmantel aus dem ,,Sound Of Music“ Video über Falco Bassgitarre bis hin zu Platin-Auszeichnungen. Im Testament erwähnt war Falcos Wille, von einem Teil seines Erbes eine Stiftung für veram- te Musiker zu gründen. Eine Stiftung in die später einmal der gesamte Nachlass fließen könnte:,, Es ist der Wunsch der Mutter Hölzel“, bestätigt Anwalt Riedl, ,,ein Instrument zu schaffen, um auch künftig Falcos künstlerisches Erbe ver- walten zu können. Denn wenn sie einmal stirbt und irgendein überforderter Verwandter dann auch Falcos Nachlass erbt, wäre die Gefahr von Mißbrauch zu
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groß.“ Der erwähnte Ronnie Seunig gilt als heißester Kandidat für die Leitung dieser Stiftung. Immerhin war er mit Falco so eng befreundet, dass er Ende 1997 gemeinsam mit Hans und Maria Hölzel Falcos letztes Weihnachtsfest feierte. Er war auch der einzige der 20 von Falco per Fax eingeladenen ,,Freunde“ der auf eigene Kosten in die Dominikanischen Republik geflogen kam. Falco dachte, es kämen mehr, um mit ihm dort kurz nach dem Umzug im Sommer 1996 eine kleine Party zu feiern. Kein Wunder also, dass die Anstrengungen der Video-Pro- duzenten-Stars Rudi Dolezal und Hannes Rossacher (DoRo), das Andenken an Falco mit ,,Hoch wie nie“ (Buch und Longform-Video) und dem für Winter 1999 geplanten Kinofilm ,,Falco – Sterben um zu Leben“ zu ver- Markten, trotz ihrer permanent wiederholten Betreuerungen, es doch nur für den Intimfreund Hansi zu machen, in Österreichs Öffentlich- keit noch ohne Wiederspruch bleiben. Sicher – DoRo haben bis auf ,,Vienna Calling“ sämtliche Falco-Clips gedreht (insgesamt 28 Stück), und man mag sich bei der Arbeit auch oft sehr nahe gekommen sein. Dennoch gilt auch – und vor allem – in einer Hoftheaterstadt wie Wien die Lebensweisheit, mit dem Wort ,,Freund“ besser etwas vorsichtiger umzugehen. Werner Geier, Moderater beim Austria-Sender ,,FM4“, mie sepeterte denn auch bereits in seinem kurz nach Falcos Tod geschrie-
Behauptung, sie wären Deine Freunde gewe- sen, schamlos Geld verdienen, dann kack ihnen auf die Birne, von dort oben. Peace, Du verwirrte Seele.“ ,,Dort oben“ wird Falco all den Trubel lächelnd genießen. Er wird vielleicht mit sei- nem neuen Kumpel Frank Sinatra das eine oder andere Fläschchen Jack Daniels leeren und dann dem beipflichten, was Sinatra ein mal gesagt hat:,, Du lebst nur einmal. Und so wie ich lebe ist einmal genug |