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NEWS BEILAGE 23 Dezember 1998 – 6 Jänner 1999 |
Das war 1998 Jahresrückblick |
Tragödien: Falcos tragischer Tod!
Tragödie des Jahres

Er starb wie James Dean. Auf
Einer Kreuzung. Bei einem
Autounfall in seiner Wahlheimat
Dominikanische Republik
Kracht ein Kleinbus ein überhöhter
Geschwindigkeit in den Wagen des Popstars.
Falco ist auf der Stelle tot. Damit endet
Das Leben des größten Popstars,
den Österreich je hatte.
Falcos Leben war eine Hochschaubahn
der Gefühle : da waren
Welthits wie Amadeus geniale Platten
Wie Junge Römer aber auch Frauen,
Drogenrausch und Finanzdebakel.
Mit Into the Dark ladet er posthum einen Hit .
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NEWS DOPPELAUSGABE 23 Dezember 1998 – 6 Jänner 1999 |
Das war 1998 Mythos Falco |
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Falco
Into the Dark
Das Protokoll: Wie Österreichs größter Pop-Star am 6. Februar in der Karibik bei einem Autounfall starb. Der Krimi: Wie NEWS den Geheimakt veröffentlichte und damit eine Ver- tunschungs -Maschinerie in Gang setzte Der Streit: Wie das Geschäft mit dem Toten Freundschaften zerstörte. Und: Der Zank und das 40- Millionen-Erbe. |
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Falcos Tod: NEWS hatte von Beginn an recht! Alkohol, Kokain µ
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Im Tod war er wieder, was ihm das öffentliche Verges- sen über die Jahre vorent- halten hatte : die Sensation, die rasche, fiebrige Schlag- zeilen, weilweit, 6 Februar 1998 16:30 Uhr in Puerto Plata, Do- minikanische Republik: Falco , der eine große Geschichte als Österreichs einziger Popstar hinter sich hat, biegt mit seinem Mitsubishi Pajero vom Parkplatz einer trostlosen Diskothek auf die Hauptsraße ein und wird von einem Reisebus mit 110 km/h gerammt. Verwüstung. Herbeigelauf-
fene Helfer wollen ihn mit Brechstangen aus dem Wrack ho- len und schreiten, was indes nichts mehr ausmacht: Sein Ster- ben kann nur Sekunden gedauert haben. Am ,,Instituto de Patolo- gia Forense de Santiago“ erfaßt man sachlich das Ausmaß der Verwüstung: der Brustkorb zer- quetscht und voller Schnittwun- den; die linke Körperhälfte bis zur Unkenntlichkeit entstellt; der hintere Teil des Schädels ein- gedrückt; alle Zähne ausgeschla- gen; Arme Beine gebrochen. Der Operation Manager der ,,Hacienda Resorts“ , wo Falco zwei Jahre lang gelebt hatte musste den Leichnam identizie- ren: ,,Am schlimmsten war der Gesichtsausdruck. Die Augen weit aufgerissen. Voller Panik. |
Als hätte sich das ganze entsetzen des Augenblicks in sein Gesicht gegraben.“ auf dem Parkplatz vor der ,,Turist Disco“ , so wird bald da- nach bekannt , sei Falco eine Stunde lang im Auto gesessen. Ob er in dieser Zeit das geplante ,,Out of the Dark“ hörte und zur Vollendung brachte (wie die Falco- Hagiographie überlieb) oder ob er im Lokal maßlos dem Whiskey zugesprochen hatte
heute keiner. Todesahnung? Zuletzt war er
gestorben wie James Dean, dem er sich ähnlich wähnte. Falco 1982: ,,Wenn ich schon mal zu früh sterben sollte, dann wie James Dean - auf einer Kreu- zung. Im Porsche. Und dann: zack aus!“ ,, Wenn ich heute noch am Leben wär. ich könnt bezeugen, wie es wirklich wär“, sag er in ,,Maschine Brennt“. Und zuletzt in ,,Out of the Dark“: ,,Muß ich denn sterben, um zu Leben?“ Das nährte die Selbst- Mordvisionen, als Falco fünf Tage nach dem Crash per Lauda-Air-Charter heimkehrte. Auf der Kiste im Frachtraum stand, mit Filzstift geschrieben, ,,Air Cargo“. Am 14. Februar löste Wien seinen Ruf als Kult – und Voll- zugsstätte der schönen Leich ein: |
10.000(ein Vielfaches des Leute, die zuletzt seiner Konzerte hatten hören wollen) kamen auf den Zentralfriedhof, wo Falco im Ehrengrab bestattet wurde. Udo Jürgens war da und viele der Frauen es Hans Hölzel, der fast 41 wurde und doch ein in dieser Hinsicht randvolles, wenn auch gescheiteres Leben hinter sich hatte. Helmut Zilk beendete seine Grabrede mit den Worten:,, Ich wäre gern sein Vater gewesen.“ Der saß- unbekannt- neben der Mutter und hörte aufmerksam zu. Wiedersprüche. Wie die öster- reichische Befindlichkeit kennt, weiß, was man hier um kei- nen Preis tun darf: über einen Verstorbenen die Wahrheit äußern. Und so war die Empörung der posthumen Verwerter enorm, als die ersten Ge- ON STAGE, Falco in Aktion, wie die Welt in kannte. Sein posthum veröffentlichten Werke ,,Out of the Dark“ und ,,Egoist“ schaff- ten sogar den Sprung in die deutschen Charts. Ihm wa- ren sie nicht gut genug ... |
rüchte um Alkohol- und Drogen- abusus und depressive Schübe des in der Seele Vereinsamten aufkamen Auf NEWS- Befragen mei- deten sich zunächst die profes- sionellen Lobredner. Nur Diet Coke habe der Fitnessbewusste zu sich genommen, so versicher- ten Leute, die mit ihm die Nacht vor dem Unfall im Go. go- Schup- pen ,,Principe“ zugebracht hat- ten. Dann tauchte ein Spanisch- lehrer mit Eintänzer Appel auf, der Stunden vor dem Crash mit Falco Fla- menco gespielt haben und keinerlei Al- koholsierung bemerkt ha- ben wollte. |
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Marihuana. Herz- und Lungenriß.
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DER BUSFAHRER: Trifft ihn Schuld? | |
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,Der Unfall hat mein Leben zerstört!` | |
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Der amtliche Totenschein war mittlerweile ausgestellt und lag dem Polizeiakt bei. Er enthielt lediglich die Diagnose der äußer- lich erkennbaren Verletzungen. Der alles erhellende Obduktions- bericht fehlte in der Akte Die Bombe. NEWS hab sich nicht zufrieden und fand das Do- kument im Gerichtsmedizini- schen Institut der 300 km ent- fernten Hauptstadt Santo Do- mingo. Dort fertigte man uns eine beglaubigte Kopie aus, und die enthielt Erschreckendes. Zu- nächst 40 schwere Verletzungen, deren Aufzählung vier Seiten in Anspruch nimmt: Quetschung des Groß – und kleinhirns beider Hirnhälften, Lungenriß, Herzriß cm3 Blut in der linken Brustkorbhälfte. Auf der Seite drei aber(siehe Fak- simile oben) steht die ganze, de- primierende Wahrheit über den traurigen, zerstörten Weltstar Falco. Unter dem Titel ,,Spezial- untersuchung“ findet sich ein negativer HIV-Befund (in der Dom. Republik bei Selbstmord- verdacht üblich) und ein toxiko- logisches Gutachten. Und da heißt es lapidar: ,,Nachweis von Alkohol , Kokain und Marihuana“. Im Detail: Positiv (+) Alkohol im Blut 150 mg/dl. Positiv (+) Kokain: conc 1.604 ng/ml. |
Postiv (+) bei Marihuana conc. 43,0 mg/ml. Bei der Maßeinheit – sie sollte Nano- gramm heißen – handelt es sich um einen nachträglich eingestan- denen Tippfehler der Sekretärin, der zu einiger Verwirrung öster- reichischer Toxikologen führte Den der Vorstand der Grazer Gerichtsmedizin, Prof. Eduard Leinziger, aber pardonnierte: ,,Wenn ich das heute ankreide, passiert das morgen bei uns. Das kann vorkommen....“ Doppelter Check. Unterschrieb-
ben hat das Dokument der Chef- pathaloge und Staatssekretär für Gesundheit, Dr. Sergie Sarita Valdez. NEWS unternimmt den doppelten Re- Check: Wir schik- ken einen öffentlichen Notar mit dem Papier in die Gerichtsmedi- zin, um die Echtheit zu prüfen. Der Jurist gibt sein Placet. Dann der Anruf beim Chefpathologen. Als wir die Autopsienummer als Codewort genannt haben, erteilt der Herr am anderen Ende der Leitung in perfektem Englisch Auskunft und erläuterte weiter- führende Details. Alle Zweifel sind damit aus- geräumt. In Heft 11/98 veröffent- licht NEWS die Todesakte. Die Folgen sind markant: Die Konkurrenz geht mit dem Bi- händer auf NEWS und den ange- sehenen dominikanischen Patho- logen los. Behäbiger recher- à |
Fast ein Jahr nach
vollen Zusammen- stoß sitzt Cornelio Batista wieder hinter dem Steuer seines Busses. Denn in der Dominikanischen Republik gilt die Un- schuldsvermutung. Nach einer Woche U-Haft in einer Massenzelle ohne Toilette oder schlaft- stelle kam er gegen eine Kaution von 500.000 Pesos (=rund eine halbe Millionen Schilling) Frei 4.000 Pesos hat er erlegt. Für den Rest muss die Gewerkschaft der Busfahrer aufkommen. Am 16. Jänner wird in Puerto Plata das Gerichtsverfahren fort- gesetzt, das Bati- stas Schuld an Fal-
Denn der 31jährige war mit überhöhter Geschwindigkeit un- terwegs: 110 km/h statt 80 km/h Doch Höchstrichter Cesar Pena schickt voraus :,,Weit schlimmer wiegt Mr. Falcos Alkohol und Drogenkonsum. |
Batista hat nicht vorsätzlich gehan- delt. Er könnte mit einer Geldstrafe davonkommen.“ Und was sagt der Fahrer selbst?
NEWS fand ihn in einer Baracken- siedlung vor Puerto Plata: eine 25 m² Wellblechhütte ohne Fenster, ohne Wasser, stechender Geruch von Müll. Im Hof toben Batistas zwei kleine Kinder. Er wirkt depri- miert. Im Interview erzählt er: ,,Plötzlich ist der Jeep auf die Straße geschossen. Ich hab ge- bremst, doch keine Chance! Ich hab sofort die Ausmaße der Katastrophe erkannt und mich aus Angst vor Lynchjustiz gestellt. Mehrmals täglich muss ich an der Unfallstelle vorbei. Ich hab Albträume, höre noch immer den Aufprall. Es ist die Hölle! Der Un- fall hat mein Leben zerstört. Warum, warum nur hat die- ser Mr. Falco mir das angetan?” |
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Keine Ruhe. 40-Millionen-Erbe? Wenn Verlust zum Gewinn wird.
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à chierende Konkurrenzmedien suchen verzweifelt im Polizeibe- richt, finden den Totenschein, verwechseln ihm mit den Autop- siebericht und schreiben:,, Keine Spur von Drogen in Falcos Ge- richtsakt“(Krone“). Anwälte, die den Bericht noch gar nicht in den Händen halten und darob auch nicht kennen, er- klären ihn vorsoglich falsch. Österreichische Ärzte ver- dächtigen den dominikanischen Kollegen, sein Diplom beim Me- dizinamm unter der großen Ba- nanenstaude erworben zu haben: ,,Ünübliche Maßeinheiten“! Es heißt international nicht ,,Marihuana“ sondern ,”Tetrahy- drocannabinol“. Wie oft in großer Form: das
,,täglich Alles“ , das Falcos Spa- nischlehrer (den flotten Flamen- cotänzer) zum Professor pro- moviert und ihm auf einem Waschzettel die eidessattli- che Erklärung Falcoscher Nüchternheit abringt. Der Zettel ist Deutsch abge- faßt, einer Sprache, welcher der Pädagoge nicht mächtig ist. Echte Professoren. NEWS hin- gegen ließ zwei echte Professoren antreten Sergio Sarita Valdez, Staatssekretär für Gesundheit der Dominikanischen Repu- blik, Chef der Gerichtsmedi- zin und Absolvent exzellen- ter amerikanischer Univer- Seite4 |
sitäten, nahm den zwölfstündigen Flug nach Wien auf sich , um sich gegen den kolonialistischen Chau- vinismus wehren Im feinen Maßanzug nahm er auf der „Vera“- Couch Platz und bestätigte alle Punkte des Re- ports. NEWS aber wollte noch mehr wissen und brachte den Arzt mit seinem österreichischen Kollegen Eduard Leinzinger an einen Tisch: Der Ordinarius für Gerichtsmediziner gewesen und hatte ihm Jahre zuvor ein Vater- schaftsgutachten erstellt. Nach dreieinhalb Stunden sagte er: ,,Der Report ist absolut in Ord- nung. Meine Zweifel sind aus- geräumt. Der Kokainwert aller- dings ist unfassbar. Das kann man |
nicht mehr schnupfen. Das muß man schon injizieren.“ 40 Millionen Reingewinn. Der- weilen schritten (Geschäfts-) Freunde zur posthumen Ver- marktung des Toten. ,,Out of the Dark“ wurde auf den Markt geschmissen. Ein Titel, den so Falcos Entdecker Markus Spiegel der Verwerter so nie veröf- fentlicht hätte:,, Weil er ihm nicht gut genug erschien.“ Für Doppelplatin rechte es al- lemal. Produzent Georg Glueck bestätigt die Erfolgszahlen: eine Million verkaufte Alben, dazu eine Million Singles des Titel- liedes. ,,Egoist“ folgte mit gleichfalls enormen 500.000 Exemplaren und brachte es in Deutschland auf Platz zwei. macht allein für das Jahr 1998 30,5 Millionen an Einnahmen. Dazu Tantiemen der wieder gespielten alten Hits, Lizenzverträge für Bücher und Videos. 40 Millionen Schilling in Summe. Bis 31. Dezember muß Falcos Mut- ter Maria Hölzel nun entschei- den, ob sie das Erbe antritt. Die Entschei- dung ist keines- ------------------------------------------- VERTRAUT. Mit Mutter Maria Hölzel, der er stets nahestand. |
wegs so einfach, wie man ver- muten könnte. Denn den Ein- künften stehen kräftige Verbind- lichkeiten entgegen: 6 Millionen Pfandrechte für Falcos Villa in Cars (die Duty-free-Urvieh Ronny Seunig und eine Pilgerstätte umfunktionieren will.), 10 Mil. Rückzahlung an den selbigen (= amikaler Vorschuß für Fal- cos Showkonzept ,,Dance Ma- chine“) Abzüglich der bereits ergangenen EMI-Vorauszahlung von geschätzten fünf Millionen Schilling. Erben – ein Risiko? Schon warnt Georg Riedl, Verlassen- schaftsanwalt und Berater der Mutter, in Richtung Vater Höl- zel(dem ein gesetzliches Pflicht- teil von einem Viertel zusteht): ,,so toll ist es nicht“Die Verbind- lichkeiten sind höher als die Ein- künfte.“ Vater Alois Hölzel, 70, der stets Unterhalt und Alimente für Mutter und Sohn zahlte, möchte nun finanzell nicht ganz ab- seits stehen. Ums Erbe streiten wird er in keinem Fall. Aber ein Ende der Unterhalszahlun- gen an Maria Hölzel und eine akzeptale Abschlagszahlung – darüber würde er reden. Denn eines möchte Alois Hölzel glaubhaft nicht sein: Betreiber jener Wechselstuben, die aus einem scheren Verlust einen satten Gewinn machen |
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Ihr einsamer Kampf | ||||
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Maria Hölzel. Bruch mit Do µ Ro, Freundin Heindl und Falcos Vater | ||||
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Seit Falcos Tos ist es um Maria Hölzel, 72, einsamer geworden trotz aller Zuwendung, die man als wohlhabende Hinterbliebene so genießt. Enttäuscht ist Falcos Mut- ter vor allem von seinen selbster- nannten Blutsbrüdern Dolezal µ
Biographie ,,Hoch wie nie!“ – wie sie sagt – viele nicht stimme. Vor allem die Selbst. mordtheorie:,, Dafür wär der Hans viel zu feig ge- wesen. Und zu eitel. Was, wenn er als Krüppel überlebt hätte? Echte Freunde jedenfalls schreiben andere Bücher.“ Außerdem hätten sie sich zu oft ins Seite5 |
Medienlicht, erst kürz. lich bei der Gedenkstein-Enthüllung: ,,Auf die Fotos hätte eigentlich der LITTARISCHES DUETT. Maria Hölzel ist enttäuscht über die Do&Ro- Fiktiv-Bio ,,Hoch wie nie“: ,,Die Selbstmordtherorie ist purer Unsinn. Freunde schreiben andere Bücher.“ Autentisch: Ihr ,,Privacy Falco“ Stein schließlich bezahlt!“ Auch Mario Hölzel selbst ist un- ter die Autoren gegangen. Mit Hilfe von Marie- Luise Heindl erstellte sie den stilvollen Hochglanz- Bildband ,,Privacy Falco“ (Ös 698.-). Zur Publikation des Luxusprodukts mußte Fal- cos ,, Schwester“ (Heindl) nannte Frau Hölzel liebe- voll ,,Mutter“ einen eige nen Verlag gründen (,,Edition Falco“) und tief in die ei- gene Tasche greifen: 100.000 Schilling Vater. Alois Hölzel ist gesprächsbereit |
Druckkosten- Vorschuß, Heute hat Heindl – sie organisierte Falcos Be- erdigung und wohnte wochenlang fünf Tage die Woche bei der Trauern- den Mutter – den Kontakt zu Maria Hölzel eingestellt. Die Mutter bitter: ,, Frau Heindl stellt sich als Heraus- geberin hin. Aber die Herausgeberin das bin doch ich“ Mit Falcos Va- ter Alois Hölzel , 70 , dem laut Ge- setzt das Pflichtteil des Erbes(= ein Viertel) zusteht, will die Mutter keine Versöhnung mehr: Daß er die Familie vor 30 Jahren lassen hat , kann sie ihm nicht verzeihen |
Und: ,,Ich bin die Universal- lerbin. Das war Hans´ letzter Wille. Wozu macht man denn sonst ein Testament?“ Alois Hölzel muss sich nun entscheiden , ob er das Erbe antritt oder nicht. Wenn er keinen Unterhalt mehr für Maria Hölzel zah- len müsste und eine Abschlagszahl- lung erhielte – er würde verzichten. Einer hält weiter eisern zu Maria Hölzel : Falcos Freund , Duty Free König Ronnie Seunig. Weihnachten werden sie heuer nicht wie im Vor- jahr gemeinsam verbringen:,, Die Erinnerungen wären unerträglich!“ | |